Podcast Strohbau erleben im Kloster Plankstetten: Da die Informationsveranstaltung leider abgesagt werden musste, informieren wir Sie über den Podcast des Projektes UPSTRAW über viele Themen rund um den Strohbau. Im ersten Teil sehen Sie unter anderem die mobile Aufbereitungsanlage.

Folge 1

Strohbau erleben im Kloster Plankstetten: Nachhaltiges Bauen mit Tradition und modernster Technik.

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Live-Demo mobile Aufbereitungsanlage – ABGESAGT!

Unter dem Motto „Strohbau erleben“ lädt die Benediktinerabtei Plankstetten am Samstag, den 21. März ab 10.00 h Interessierte ein, sich über klimaschonendes Bauen zu informieren und bei der Umpressung der klostereigenen Großballen in Baustrohballen live dabei zu sein. Das Stroh dient zur Errichtung von Haus St. Wunibald, einem Mehrzweckgebäude, das in Deutschland und Europa ein Vorbild für Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen sein wird. Besucher der Veranstaltung erwartet im Kloster ein Einführungsvortrag über „Bauen mit Stroh“ und anschließend das Umpressen, sowie fachliche Beratung mit Imbiss im Klostergut in Staudenhof.

Eingeladen sind alle bauinteressierten Privatleute sowie Handwerker und Planer aber auch Entscheidungsträger für öffentliche Bauten. Auch Landwirte, die mehr über die Verwendung und Vermarktung von Stroh als Baustoff erfahren möchten, sind herzlich willkommen. Die Veranstaltung beginnt am 21. März um 10.00 h im Kloster mit dem Einführungsvortrag des Strohbau-Experten Benedikt Kaesberg über „Strohballenbau in Deutschland und Europa“. Herr Kaesberg leitet das EU-Projekt UP STRAW, das das Bauen mit Stroh in Europa fördern soll. Die Benediktinerabtei Plankstetten ist Partnerin des Projekts. Die Strohbauweise passt zum Auftrag der Abtei, die Schöpfung zu bewahren, denn „sie trägt wie keine andere Bauart zur Reduzierung der klimaschädigenden CO2-Emissionen bei“, so Kaesberg.

Die Mönche von Plankstetten wollen mit dem geplanten Holzstrohhaus, das im Passivhausstandard errichtet wird, einmal mehr Vorbild und Vorreiter für eine nachhaltige und energieeffiziente Bauweise sein. Durch die Verwendung des Biostrohs von der eigenen Landwirtschaft und des Bauholzes von der klostereigenen Forstwirtschaft finden regionale Baustoffe aus der unmittelbaren Umgebung des Klosters Verwendung.

Frater Richard Schmidt OSB (Klosterökonom): „Seit jeher sorgt Mutter Erde für unsere Bedürfnisse als Menschen – für Essen, Wärme, Energie und Obdach. So wird der schöpferische Kreislauf durch den klimaschonenden Strohhausbau wieder geschlossen. Ökologische Lebensmittel – nachhaltige Energieerzeugung – behagliches Wohnen im Strohhaus.“

„Hier entsteht ein besonderes Bauwerk, welches aus regionalen Baustoffen für die Region errichtet wird. Dass der Kindergarten in diesem Neubau integriert ist, trägt dazu bei, dass schon die Kleinen mit dem wichtigen Thema der regionalen Wertschöpfung und einer nachhaltigen Lebensweise aufwachsen“, berichtet Bürgermeister Ludwig Eisenreich von der Stadt Berching.

Nach dem Vortrag und einer Baustellenbesichtigung am Kloster werden die Besucher im Klostergut in Staudenhof erwartet. Hier stellt eine neu entwickelte mobile Aufbereitungsanlage aus den klostereigenen Großballen maßgetreue und als Bauprodukt ausgewiesene Baustrohballen her. Die Maschine ist ein Prototyp der österreichischen Firma Sonnenklee. Die Besucher können sich über die erforderlichen Eigenschaften von Baustrohballen informieren und an einem Infostand von Strohbau-Experten beraten lassen. Getränke und klostereigenes Grillgut stehen zur Stärkung bereit. Der Eintritt kostet 5 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Infotag bildet den Auftakt der Veranstaltungsreihe „Strohbau erleben“, mit der das Kloster den Bauprozess von Haus St. Wunibald begleiten wird. In dem Neubau entstehen neben dem kirchlichen Kindergarten und der Pfarrverwaltung 30 neue Einzelzimmer für den Gäste- und Tagungsbereich des Klosters. Die nächste Veranstaltung zum „Strohbau erleben“ findet am 13./14. Juni im Rahmen des 2. Plankstettener Klostermarktes statt. Hier haben Bauinteressierte Gelegenheit, sich selbst im Strohballeneinbau auszuprobieren.