Strohhausbesichtigung „Spezial“

Strohhausbesichtigung „Spezial“
Du bist interessiert mit Naturbaustoffen zu Bauen bzw. Restaurieren und möchtest ein Strohhaus besichtigen?
Dann laden wir dich herzlich zur Strohhausbesichtigung in Schildorn (Oberösterreich) ein. Die Besonderheit: Bei der Besichtigung sind zahlreiche unterschiedliche Ausführungsstadien zu sehen.
Wann: Freitag, 25.09.2020, 13:00 Uhr

Wo: Strohhaus-Baustelle und Gasthaus Gerhard Kirchsteiger, St. Kollmann 8, 4920 Schildorn

Fassadendaemmung Strohhaus 

Details: Das Credo von Gerhard Kirchsteiger lautet: „Selbst anpacken und regionale Naturprodukte verwenden.“ Das hat er auch bei der Schaffung von Fremdenzimmern umgesetzt. Bei der Besichtigung der „Baustelle des Strohhauses“ sehen wir eine Vielzahl von Naturbaustoffen und deren Anwendung:

  • Strohbau – drei verschiedene Techniken zur Verwendung von Strohballen als Bau- und Dämmstoff
  • Herstellung von selbstgemischtem Kalkputz – Einsumpfen und Mischen
  • Kalkputz direkt auf Stroh – Verarbeitung in vier Putzlagen, alle Arbeitsschritte sind zu sehen
  • Herstellung von selbstgemischtem Lehmputz aus eigenem Aushubmaterial
  • Lehmputz direkt auf Stroh – maschinelle Verarbeitung in drei bis vier Lagen, Putzstärke bis zu 6cm
  • Lehmfarbe selbst herstellen und aufbringen
  • Verwendung von eigenem Holz für Dach, Wand, Fensterbänke (Esche…)

Teilnehmerbeitrag: € 40,- pro Person für Besichtigung und Jause (Getränke nicht inkludiert)

Anmeldung unbedingt erforderlich!

Info und Anmeldung: Gerhard Kirchsteiger: g.kirchsteiger@gmx.at oder +43 677 61351469
Zur Webseite: www.felxn.net;  Zu den Facebookseiten: ZumFelxn; Wohnen-wo-andere-Urlaub-machen

Veranstalter: Bauherr Gerhard Kirchsteiger mit Unterstützung von SonnenKlee.

Fotos von der Baustelle: Zu den Referenzen von Sonnenklee

Bitte beachten Sie die aktuellen COVID-19 Maßnahmen, verwenden Sie bei dieser Veranstaltung einen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie die erforderlichen Abstände ein.

Zimmermeister Ing. Johannes Erlinger im Gespräch

Zimmermeister Ing. Johannes Erlinger im Gespräch

Wir von SonnenKlee sind seit jeher darauf bedacht, die oft sehr individuellen Anbieter von (Stroh)bauleistungen, unsere Stammkunden also, für alle sichtbar ins gemeinsame Boot zu holen – und damit der ganzen Szene zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis wir auch an Johannes Erlinger mit der Bitte um ein ausführliches Interview herantraten. Eine Bitte, der der Zimmermeister gerne nachkam.

Sonnenklee: Johannes, bitte stell dich kurz vor und erzähle uns, was du machst.

Johannes Erlinger: Ich bin Zimmermeister seit 2006, 2015 habe ich meine Firma gegründet und seither ein gutes Dutzend große und sehr viele kleinere Projekte verwirklicht. Wir, also die Erlinger Holzbau GmbH, bauen ökologische Holzhäuser, in denen sich die Menschen wohlfühlen – dank des gesunden und angenehmen Raumklimas, das in ihnen herrscht. Vom Umbau eines bestehenden Objektes bis zum kompletten Neubau ist alles dabei. Wenn es vom Kunden gewollt ist, bieten wir auch den Lehmputz und die Spengler- und Dachdeckerarbeiten an.

Wie bist du zum Strohbau gekommen und was motiviert dich an dem Thema dranzubleiben?

Zum Thema Stroh bin ich vor ca. 20 Jahren gekommen, Herbert Gruber (Obmann des Österreichischen Strohballen-Netzwerks ASBN, Anm.) hatte damals das Buch „Bauen mit Stroh“ geschrieben. Daraufhin habe ich mir eine Strohballenpresse gekauft und zunächst hobbymäßig Baustrohballen gepresst, die wir aber bald in ganz Österreich geliefert haben. Als Zimmermann habe ich die so entstandenen Kontakte nutzen können und manchmal sogar das ganze Holzhaus dazugeliefert, damals noch als Angestellter. Als mein eigener Chef habe ich jetzt viel mehr Möglichkeiten mit den Kunden gemeinsam schöne Lösungen zu finden und zu verwirklichen.

Wie viele Strohhäuser hast du eigentlich schon gebaut?

Das Holzbauunternehmen halte ich bewusst klein, damit ich auch selber auf der Baustelle mitarbeiten kann. Das bedeutet, dass wir drei bis fünf komplette Häuser pro Jahr bauen; daneben setzen wir aber noch viele kleinere Projekte um. Auch so sind, meine Zeit als Angestellter mitgerechnet, an die 30 Strohhäuser entstanden.

Was sagst du Leuten die behaupten, ein Ziegelhaus sei langlebiger als ein Holzhaus?

Für mich haben beide Bauweisen ihre Berechtigung, auch wenn von einer strikt ökologischen Perspektive aus der Strohballenbau natürlich das absolut Beste ist. Worauf es aber weit mehr ankommt, ist die konsequente ökologische Umsetzung und die Wertigkeit der Ausführung. Die Qualität, mit der ein Haus gebaut wurde, zeigt sich spätestens, wenn man etwas umbauen will. Dann lohnt es sich, wenn der Erbauer auf eine gute Ausführung wert gelegt hat, dann hat auch die nächste Generation noch etwas davon. Und die übernächste. Denn in puncto Langlebigkeit sind die Unterschiede zwischen Holz- und Ziegelbauten nicht auszumachen; die Unterschiede zwischen wertig und schleißig gebaut sind hingegen enorm.

Ein sicher leidiges Thema, aber v.a. Menschen, die noch kaum Kontakt mit dem Strohballenbau hatten, fragen fast unvermeidlich danach: Wie gehen Strohballenbau und das sprichwörtliche Strohfeuer zusammen?

Es wurden einige Brandtests mit ganzen Bauteilen durchgeführt, also mit Lehm verputzte Strohwände mit oder ohne Holzständern. Beim Brandschutz wird immer der gesamte Bauteil bewertet. Das bedeutet, dass Brandtests mit dem konkreten Wandaufbau gemacht werden, der dann eingestuft werden kann. Die erforderlichen Brandwiderstandswerte für den Ein- und Zweifamilienhausbau wurden alle locker erreicht. Warum die dicht gepressten Strohballen nicht sofort in Flammen aufgehen? Versucht mal, ein dickes Telefonbuch mit einem Streichholz anzuzünden. Solange das Buch geschlossen ist, wird das nicht gelingen. Nur einzelne Seiten würden Feuer fangen. Und so ist das auch beim Stroh: nur einzelne Halme verpuffen in Sekundenschnelle. Im Strohballen kriegt das Feuer einfach keine Luft.
Sind Strohhäuser billiger als konventionell gedämmte Häuser und zahlt es sich überhaupt für ein Holzbauunternehmen aus, ein Strohhaus zu bauen?
Stroh ist ein günstiger Baustoff, es ist auch viel Eigenleistung der Baufamilie möglich, z. B. beim sogenannten Infill, dem Einfüllen der Strohballen in das Holzständer-Rahmenwerk. Dadurch kann sich diese das meiste Geld ersparen. Die anspruchsvollen Zimmererarbeiten, die nur wir Professionisten bewerkstelligen können, werden deshalb aber nicht oder fast nicht weniger. Das Großartige am Stroh ist, dass es der einzige Dämmstoff ist, der ohne Zusätze verbaut werden kann. Natur pur. Es macht enorm viel Spaß und fühlt sich richtig gut an, mit Stroh und Holz und Lehm zu bauen. Das ist etwas, das vom Geld unabhängig ist; dabei ist es nicht mit Gold aufzuwiegen.

Wird die Klimakrise auch ein Umdenken hin zu CO2-neutralen Baustoffen bewirken?

Da bin ich selber sehr gespannt. Tatsache ist, dass die großen Firmen, die Beton, Ziegel und Stahl herstellen, immer noch in der Lage sind, die Gesetze, die Politiker und die öffentliche Meinung durch Werbung massiv zu beeinflussen. Beim Styropor ist die Zustimmung gerade am Kippen, da die Entsorgung ein ungelöstes Problem darstellt. Gefühlt wird zurzeit so viel betoniert wie noch nie … ich hoffe, die Mutter Erde hat noch Geduld mit uns.

Kannst du uns noch etwas über deine Erfahrungen im lasttragenden Strohballenbau erzählen, bei dem die – oft extragroßen – Strohballen Dämmung und Wandaufbau in einem sind? Wie siehst du als Holzbauer die Chancen und Möglichkeiten in diesem Bereich?

Ein lasttragendes Strohballenhaus zu errichten ist etwas Besonderes. Vom Namen her würde man meinen, dass für den Zimmermann da eher wenig zu tun ist; tatsächlich kommt kaum weniger Holz zum Einsatz als beim hierzulande üblichen Holzständerbau. Nur die Technik ist eine völlig andere. Es ist so ein bisschen „die reine Lehre“ des Strohballenbaus. Wir durften im Jahr 2019 ein Einfamilienhaus gemeinsam mit Virko Kade (einer der profiliertesten Strohballenbauer Österreichs, Anm.) als Berater umsetzen. Das Wohnklima mit 90 cm dicken Strohballenwänden wird fantastisch. Da braucht es sicher keine Klimaanlage im Sommer … und nur sehr wenig Heizenergie im Winter. Wenn wir eine Baufamilie bei solch einem Projekt begleiten dürfen, dann jederzeit gerne!

Was möchtest du unseren Leserinnen und Lesern sonst noch mitgeben?

Jeder Baufamilie mit dem Wunsch ökologisch zu bauen, kann ich nur sagen: Bleibt eurem Wunsch treu! Viele werden sagen, das geht nicht und dies ist nicht gut, so hält das nicht usw. Zu viele ökologische Projekte sind auf diese Art verhindert worden. So vieles ist machbar, definitiv weit mehr als die Bauleute vom alten Schlag für möglich halten. Wer an solche Ökobau-Pessimisten gerät, dem rate ich: Sucht weiter bis ihr auf Menschen stößt, die in der Lage sind, euch dabei zu begleiten und zu unterstützen. Es wird gelingen und euch jeden Tag große Freude bringen. Da lohnt sich die Mühe!

Lieber Johannes, vielen Dank für das spannende Gespräch!

Links:

www.erlinger-holzbau.at

Interview mit Wiebke Kaesberg

Interview mit Wiebke Kaesberg

Wiebke Kaesberg ist verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Interreg-Projekts UP STRAW. Mit dem Projekt verfolgt die EU das Ziel, Bauen mit Stroh zu fördern. Für Wiebke ist klimaschonendes Bauen mit Stroh eine Herzensangelegenheit und als PR Managerin setzt sie sich für dessen Bekanntmachung ein. Für Wiebke ist klimaschonendes Bauen mit Stroh eine Herzensangelegenheit und als PR Managerin setzt sie sich für dessen Bekanntmachung ein. Wir freuen uns, dass sie uns heute ein Interview gibt.

SonnenKlee: Kannst du dich unseren Leserinnen und Lesern bitte kurz vorstellen?

Wiebke Kaesberg: Meine ersten Erfahrungen mit Stroh habe ich auf dem elterlichen Hof gemacht: Mit dem Pressen und Verladen von Stroh und „meinem“ Strohboden als Riesen-Hüpfburg bin ich groß geworden. Nach dem Studium der „Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien“ in Passau arbeitete ich im Bereich Marketing und Kommunikation in einem Großkonzern. Nach der Familiengründung kann ich nun im Projekt UP STRAW die Stränge meiner Biografie wieder zusammenführen.

SonnenKlee: Bitte erzähle uns etwas über das Strohhaus-Projekt vom Kloster Plankstetten und welche Rolle spielt UP STRAW dabei?

Wiebke Kaesberg: Im Projekt UP STRAW haben sich fünf Länder zusammengetan, um ihr Knowhow im Bereich Strohbau zu teilen und auszubauen und gemeinsam einen Markt für diese Bauweise zu entwickeln. Die Länder sind Frankreich, Belgien, Niederlande, Großbritannien und Deutschland. In jedem diese Länder wird ein öffentliches Bauprojekt durchgeführt, bei dem bautechnisch etwas Neues angewandt wird und das zeigt, was bereits im Strohbau möglich ist.

Die Benediktinerabtei Plankstetten in Bayern errichtet ein dreigeschossiges Mehrzweckgebäude, das einen Kindergarten, die Gemeindepfarrei sowie 30 neue Gästezimmer für den Seminarbetrieb des Klosters beherbergen wird. Der 60 m lange Bau wird mit Bio-Stroh und Holz aus der klostereigenen Land- und Forstwirtschaft gebaut und das bisher größte strohgedämmte Gebäude in Süddeutschland sein.

SonnenKlee: Gibt es vielleicht Events oder Projekte zum Thema Bauen mit Stroh, die schon geplant sind, oder die du in Zukunft realisieren möchtest?

Wiebke Kaesberg: Ja, wir begleiten den Bauprozess in Plankstetten mit der Veranstaltungsreihe „Strohbau erleben“, bei denen Bauinteressierte Strohballenbau kennen lernen und zum Teil sogar praktisch mit anpacken können. Nachdem am 21.3. die Großballen des Klosters öffentlich in maßgetreue Baustrohballen umgepresst werden, können die Besucher des Klostermarktes am 13./14.6. selbst Strohballen in Holzgefache einbauen. Am 11.7. erfolgt die Grundsteinlegung und Segensspendung durch den Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović. Ein Baustellenfest ist im September geplant und natürlich wird es im Herbst auch einen Hebauf (Richtfest) geben. Mit diesen Veranstaltungen wollen wir die Bekanntheit der Bauweise und ihrer Vorteile steigern. Die wenigsten wissen ja, dass man mit Stroh bauen kann – und zwar nicht nur private, sondern auch große öffentliche Bauwerke.

Neben unseren Events verlegen auch andere Organisationen, die sich mit den Themen Umweltschutz, Bauen und Nachhaltigkeit befassen, ihre Fachveranstaltungen in diesem Jahr nach Plankstetten. Auf der Seite www.bau-mit-stroh.de werden wir die Termine und Anmeldefristen dieser Events rechtzeitig bekanntgegeben.

SonnenKlee: Was gefällt dir persönlich am Bauen mit Stroh am besten?

Wiebke Kaesberg: Vieles, was wir Menschen tun, geht auf Kosten der Erde. Die Entscheidung, ein Haus zu bauen, ist im Leben der meisten Menschen diejenige mit den größten Auswirkungen auf die Umwelt. Wie viel Energie in die industrielle Herstellung von Baustoffen, in das Bauen und Betreiben eines Hauses und am Ende in seine Entsorgung geht, das machen sich wenige klar. Was von einem herkömmlichen Traumhaus übrigbleibt, ist in großen Teilen Sondermüll, der nie vergeht.

Bei Strohballenbau ist das anders. Das menschliche Bedürfnis, nach einem schönen, gemütlichen und auch noch gesunden Zuhause ist mit einem Strohballenhaus erfüllbar – in weitgehendem Einklang mit der Natur. Das gefällt mir am besten, denn die Erhaltung unseres Planeten ist mein Herzensanliegen.

SonnenKlee: Wie kommt das Thema Bauen mit Stroh bei den Menschen an?

Wiebke Kaesberg: Viele sind interessiert und sehr positiv überrascht, wenn sie verstehen, das und wie Bauen mit Stroh geht und welche Vorteile das hat. Die gängigen Befürchtungen bzgl. „Feuer, Feuchte und Viecher“ können schnell genommen werden und dann bleibt vielen nur noch zu sagen: „Leider habe ich schon gebaut. Ich empfehle es meinen Kindern.“

Natürlich gibt es Skeptiker und Menschen, die lieber „Stein auf Stein“ bauen oder die der Umweltaspekt des Bauens  nicht interessiert. Verschiedene Klischees wie „Das ist nur was für Ökofreaks“ oder „So bauen sie in armen Ländern“ können noch überwunden werden. Aber viele Menschen sind aufgeschlossen, erinnern sich an die Bautradition hierzulande und wollen Informationen über den neuesten Stand der Strohbauentwicklung. Ein Bauherr, von Beruf Rechtsanwalt, sagte einmal, er habe lange nach einem „Haken“ bei dieser Bauweise gesucht und ihn nicht gefunden. Das habe ihn überzeugt. Sein Strohhaus steht inzwischen.

SonnenKlee: Was müsste deiner Meinung nach passieren, dass in unserer Gesellschaft bezüglich nachhaltiger Bauweisen ein Umdenken passiert?

Wiebke Kaesberg: Ich würde hier ganz schlicht am Geldbeutel ansetzen. Gesetzliche Veränderungen wie die Einführung einer CO2-Steuer wären ein wirksamer Hebel, um die Kaufentscheidungen der Bauherrschaften zu beeinflussen. Wenn die Auswirkungen eines Bauproduktes auf die Umwelt sich im Preis niederschlagen, haben nachwachsende Rohstoffe wie Stroh die besten Karten. Auch wären Subventionen vom Staat und die finanzielle Förderung nachhaltiger Bauweisen z.B. über günstige Kredite der staatlichen Banken wirkungsvoll. 40% der Treibhausgasemissionen des Landes sind auf den Gebäudesektor zurückzuführen[1]. Um die Klimaschutzziele 2050 zu erreichen, brauchen wir bedeutsame Veränderungen in diesem Bereich. Dazu gehören auch konsequente Bauvorschriften bezüglich der Ökobilanz von Gebäuden bei der Vergabe öffentlicher Bauprojekte.

Aber auch ein Mehr an Information darüber, wie nachhaltiges Bauen – auch im großen Stil – geht, kann das Umdenken fördern.

SonnenKlee: Wie könnte Wissen über Stroh als Baustoff in unserer Gesellschaft besser verbreitet werden, und wo müsste man aus der Sicht einer Kommunikationsexpertin ansetzen?

Wiebke Kaesberg: Hier sind Vorbildprojekte zum Anschauen wie das in Plankstetten oder das Norddeutsche Zentrum für Nachhaltiges Bauen in Verden/Aller natürlich hilfreich. In dem strohgedämmten Fünfgeschossiger in Verden gibt es eine Fachausstellung zum Thema und auch in Plankstetten soll es so etwas noch geben. Aber das reicht nicht für eine Markteinführung.

Aktuell suchen wir Sponsoren für eine breitangelegte Imagekampagne, um die bisher sehr geringe Bekanntheit unter den Verbrauchern zu steigern. Und auch auf der Angebotsseite ist viel zu tun: Das Thema nachhaltiges Bauen sollte Pflichtbestandteil aller Ausbildungen im Baubereich werden (Architekten, Bauingenieure, Handwerker, etc.). Die Architekten- und Handwerkskammern sollten Strohballenbau bzw. Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen in ihre Fortbildungsprogramme integrieren und als Qualifizierungsmaßnahme anerkennen. So können die Fachleute ihre Kunden entsprechend proaktiv beraten und Bauherrschaften stießen mit ihren Fragen nach Nachhaltigkeit bei ihrem Handwerker vor Ort auf offene Ohren.

SonnenKlee: Was möchtest du unseren Leserinnen sonst noch mitgeben?

Wiebke Kaesberg: Danke allen, die bis hierher gelesen haben. Es ist gut zu wissen, dass es viele gibt, die sich für eine Wende im Bauwesen und den Schutz des Planeten engagieren.

Liebe Wiebke, vielen Dank für das spannende Gespräch!

Links:

www.bau-mit-stroh.de

www.kloster-plankstetten.de/strohbau

www.nweurope.eu/upstraw

www.nweurope.eu/upstraw

[1] www.bauwende.de

NEU: Podcast „Strohbau erleben“

NEU: Podcast „Strohbau erleben“

Podcast Strohbau erleben im Kloster Plankstetten: Da die Informationsveranstaltung leider abgesagt werden musste, informieren wir Sie über den Podcast des Projektes UPSTRAW über viele Themen rund um den Strohbau. Im ersten Teil sehen Sie unter anderem die mobile Aufbereitungsanlage.

Folge 1

Strohbau erleben im Kloster Plankstetten: Nachhaltiges Bauen mit Tradition und modernster Technik.

Infos unter: www.bau-mit-stroh.de

Alle aktuellen Podcasts finden Sie unter: www.bau-mit-stroh.de/podcast


Live-Demo mobile Aufbereitungsanlage – ABGESAGT!

Unter dem Motto „Strohbau erleben“ lädt die Benediktinerabtei Plankstetten am Samstag, den 21. März ab 10.00 h Interessierte ein, sich über klimaschonendes Bauen zu informieren und bei der Umpressung der klostereigenen Großballen in Baustrohballen live dabei zu sein. Das Stroh dient zur Errichtung von Haus St. Wunibald, einem Mehrzweckgebäude, das in Deutschland und Europa ein Vorbild für Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen sein wird. Besucher der Veranstaltung erwartet im Kloster ein Einführungsvortrag über „Bauen mit Stroh“ und anschließend das Umpressen, sowie fachliche Beratung mit Imbiss im Klostergut in Staudenhof.

Eingeladen sind alle bauinteressierten Privatleute sowie Handwerker und Planer aber auch Entscheidungsträger für öffentliche Bauten. Auch Landwirte, die mehr über die Verwendung und Vermarktung von Stroh als Baustoff erfahren möchten, sind herzlich willkommen. Die Veranstaltung beginnt am 21. März um 10.00 h im Kloster mit dem Einführungsvortrag des Strohbau-Experten Benedikt Kaesberg über „Strohballenbau in Deutschland und Europa“. Herr Kaesberg leitet das EU-Projekt UP STRAW, das das Bauen mit Stroh in Europa fördern soll. Die Benediktinerabtei Plankstetten ist Partnerin des Projekts. Die Strohbauweise passt zum Auftrag der Abtei, die Schöpfung zu bewahren, denn „sie trägt wie keine andere Bauart zur Reduzierung der klimaschädigenden CO2-Emissionen bei“, so Kaesberg.

Die Mönche von Plankstetten wollen mit dem geplanten Holzstrohhaus, das im Passivhausstandard errichtet wird, einmal mehr Vorbild und Vorreiter für eine nachhaltige und energieeffiziente Bauweise sein. Durch die Verwendung des Biostrohs von der eigenen Landwirtschaft und des Bauholzes von der klostereigenen Forstwirtschaft finden regionale Baustoffe aus der unmittelbaren Umgebung des Klosters Verwendung.

Frater Richard Schmidt OSB (Klosterökonom): „Seit jeher sorgt Mutter Erde für unsere Bedürfnisse als Menschen – für Essen, Wärme, Energie und Obdach. So wird der schöpferische Kreislauf durch den klimaschonenden Strohhausbau wieder geschlossen. Ökologische Lebensmittel – nachhaltige Energieerzeugung – behagliches Wohnen im Strohhaus.“

„Hier entsteht ein besonderes Bauwerk, welches aus regionalen Baustoffen für die Region errichtet wird. Dass der Kindergarten in diesem Neubau integriert ist, trägt dazu bei, dass schon die Kleinen mit dem wichtigen Thema der regionalen Wertschöpfung und einer nachhaltigen Lebensweise aufwachsen“, berichtet Bürgermeister Ludwig Eisenreich von der Stadt Berching.

Nach dem Vortrag und einer Baustellenbesichtigung am Kloster werden die Besucher im Klostergut in Staudenhof erwartet. Hier stellt eine neu entwickelte mobile Aufbereitungsanlage aus den klostereigenen Großballen maßgetreue und als Bauprodukt ausgewiesene Baustrohballen her. Die Maschine ist ein Prototyp der österreichischen Firma Sonnenklee. Die Besucher können sich über die erforderlichen Eigenschaften von Baustrohballen informieren und an einem Infostand von Strohbau-Experten beraten lassen. Getränke und klostereigenes Grillgut stehen zur Stärkung bereit. Der Eintritt kostet 5 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Infotag bildet den Auftakt der Veranstaltungsreihe „Strohbau erleben“, mit der das Kloster den Bauprozess von Haus St. Wunibald begleiten wird. In dem Neubau entstehen neben dem kirchlichen Kindergarten und der Pfarrverwaltung 30 neue Einzelzimmer für den Gäste- und Tagungsbereich des Klosters. Die nächste Veranstaltung zum „Strohbau erleben“ findet am 13./14. Juni im Rahmen des 2. Plankstettener Klostermarktes statt. Hier haben Bauinteressierte Gelegenheit, sich selbst im Strohballeneinbau auszuprobieren.

Umfrage zur nächsten Strohhaus-Besichtigungstour

Umfrage zur nächsten Strohhaus-Besichtigungstour

Im späten Frühling möchten wir die nächste Strohhaus-Besichtigungstour organisieren. Zukünftige Baufrauen und -herren haben bei unseren Besichtigungstouren die Gelegenheit, bereits bewohnte oder in Bau befindliche Objekte zu besichtigen und mit den BewohnerInnen über deren Erfahrungen zu sprechen.

Weil es mittlerweile fast in ganz Österreich Strohhäuser gibt und wir noch keine bestimmte Region für unsere nächste Tour definiert haben, starten wir nun eine kleine Umfrage dazu:

Wo würden Sie sich eine Strohhaus-Tour wünschen?

Hier geht’s zum Bericht einer unserer Strohhaus-Besichtigungstouren im Raum Oberösterreich.

Lehrgang Strohballenbau mit Bau eines Musterhauses

Lehrgang Strohballenbau mit Bau eines Musterhauses

Es gibt ihn nochmals,  Virko Kades beliebten Lehrgang für Strohballenbau!

Der Lehrgang findet wieder in den Räumlichkeiten von SonnenKlee in Abetzdorf statt. Aufgrund der aktuellen Situation haben wir den Lehrgang auf August 2020 verschoben!

An den zwei Wochenenden werden zuerst theoretische Grundlagen des Strohbaus vermittelt. Anschließend im praktischen Teil, wird gemeinsam ein lasttragendes Muster-Gebäude (30-40m²) errichtet.

  • Termin: Fr. 07.08.  bis So. 09.08.2020 und Fr. 14.08. bis So. 16.08.2020

Ort: SonnenKlee, Abetzdorf 2, 3331 Kematen/Y.

Anmeldung: E-Mail an Virko Kade

Weitere Details: www.strohballenbau.info

Interview mit Andy Holler – Techniker mit Weltverstand

Interview mit Andy Holler – Techniker mit Weltverstand

Der gebürtige Schweizer Andreas Holler lebt seit vielen Jahren in Neuseeland und Australien. Dem gelernten Heizungsbauer und studierten Sozialwissenschaftler ist gesundes und ökologisches Bauen ein großes Anliegen und er ist nach Österreich gekommen, um sich näher mit dem Strohbau zu beschäftigen. Wir freuen uns ganz besonders, dass er heute für SonnenKlee als Interviewpartner bereitsteht.

SonnenKlee: Andreas bitte stell dich unseren LeserInnen kurz vor.

Andreas Holler: Ich lebe in Perth, West-Australien. Zuvor lebte ich in Christchurch, Neuseeland, wo ich eine Beraterfirma für Energy-smart homes leitete. Wegen der regen Erdbebenaktivität in Christchurch, sind wir umgesiedelt nach Perth. Meine berufliche Laufbahn begann mit der Ausbildung zum Gebäudetechniker mit Spezialgebiet Heizung. Später bildete ich mich dann noch weiter zum Ingenieur für Heizung, Lüftung und Klimatechnik. Schon sehr früh in meiner Ausbildung erkannte ich, dass gut gedämmte Wände, kombiniert mit guten Fenstern, enorm hohen Einfluss auf das Wohlbehagen der Bewohner haben. Später bekam die Gebäudephysik und ethisch verantwortungsvolle gesamtheitlich geplante Gebäudestruktur für mich einen immer höheren Stellenwert. Ich studierte dann auch noch Soziologie, weil ich einfach ein noch besseres Verständnis für den Menschen und sein soziales Verhalten entwickeln wollte. Warum möchten so viele Menschen zwar eigentlich Energie sparen, setzen dies dann aber nicht wirklich um? Und warum werden dann so oft Lösungen wählt, die schlecht für die Umwelt sind und schlussendlich der Menschheit selbst enorm schaden? Ein Paradoxon, auf welches ich bis heute leider immer noch keine endgültige Antwort gefunden habe.

SonnenKlee: Warum ist das Thema gesundes und ökologisches Bauen für dich wichtig?

Andreas Holler: Ich glaube, dass wir als Menschen während unseres Lebens die Verantwortung und Fürsorgepflicht für die Erde, diesem wunderbaren, in unserem Sonnensystem einzigartigen Planeten tragen. Es gibt keine zweite Erde neben unserer. lm Klartext heißt das für mich, dass eine verantwortungsvolle und gesamtheitlich Planungsweise unerlässlich ist. Gesundes und ökologisches Bauen führt zur Konsequenz, dass die gesamte Gebäudetechnik wesentlich kleiner und weniger komplex wird. Dementsprechend ist auch der Energieverbrauch wesentlich kleiner und die laufende finanzielle Belastung für die Bauherren schrumpft auf fast belanglos kleine Werte, ergo minimiert man damit auch die Umweltbelastung. Es ist ein sozioökonomischer Gewinn für alle Beteiligten. Der Gewinn für ein heute total überlastetes Gesundheitssystem ist eine weitere positive Konsequenz. Zum Schluss ist hier die enorm wichtige Anmerkung zu machen, dass wir unbedingt einen Beitrag leisten müssen und können, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dies kann nur erreicht werden, indem der Einsatz von fossilen Brennstoffen enorm reduziert wird und gleichzeitig nachwachsende Baumaterialien, die beim Wachstum CO2 binden, wie z.B. Stroh oder Hanf, verstärkt zur Anwendung kommen.

Besuch bei Vivihouse

SonnenKlee: Wie ist die aktuelle Situation betreffend ökologisches und energieeffizientes Bauen in Neuseeland und Australien?

Andreas Holler: Leider sehr schlecht. Die verantwortlichen Personen in wichtigen politischen Schlüsselpositionen, verfolgen die Vogel-Strauß-Strategie (Kopf in den Sand). Außerdem hat vor allem Australien riesige Kohlevorkommen, die noch Jahrhunderte ausreichen werden. Das Land ist enorm reich an Rohstoffen und spürt keinen Handlungsdruck. Obwohl viele von den existierenden Kraftwerken veraltet und überlastet sind, scheint es den verschiedenen Staatenregierungen keine Engpassstrategie zu geben. Die australischen Baubehörden haben immer noch U-Werte, die viel zu hoch sind und hier im EU-Raum heute nicht mehr vorstellbar wären.

SonnenKlee: Siehst du eine Chance, dass in Australien und Neuseeland mit Stroh und Lehm gebaut wird?

Andreas Holler: Im heutigen sehr konkurrenzstarken Umfeld, wo vor allem mit Backstein-Ziegel gebaut wird, stehen die Chancen für Stroh als Baumaterial nicht besonders gut.

Die Gründe dafür sind folgende

  1. Die Grundstückspreise sind enorm hoch und weil Strohballenhaus-Wände oft dicker sind, benötigt man somit mehr teures Bauland.
  2. Das Termitenproblem ist weitverbreitet und die damit verbundenen Bauschäden hoch (bei Holzbauten – nicht bei Strohdämmung).
  3. Die Bauordnung verlangt keine besonders guten U-werte, die ein Strohballenhaus natürlicherweise hat und somit ist auch die Motivation für gute Dämmung bei Bauherren oder den ausführenden Baufirmen sehr gering.
  4. Bauholz kann nach der heutigen australischen Bauverordnung nur dann verwendet werden, wenn es gegen das Termitenproblem behandelt worden ist. Diese Holzbehandlung ist genau spezifiziert und verankert in der Bauverordnung.

SonnenKlee: Wie gefällt es dir in Österreich?

Andreas Holler: Es ist ein wunderschönes Land und es würde hier den Schriftraum sprengen, wenn ich hier darüber schreiben würde….. Was mich vor allem beeindruckt ist, dass man hier versucht eine offene Diskussion zu führen, wie eine zukünftige Energieversorgung aussehen könnte und was die notwendigen Schritte dazu sein sollten.

Ich habe sehr positive Ansätze im Hausbau und im öffentlichen Verkehr gesehen. Wir in Perth zum Beispiel träumen nur von einem solchen Öffi-System, wie ihr es in Wien habt.

Andy unterwegs mit dem Strohblogger

SonnenKlee: Wie ich gehört habe, hast du dich als Schweizer viel mit Baunormen beschäftigt. Was würde es deiner Meinung nach im Bereich Normen bauchen, um es Planungsbüros und ausführenden Unternehmen in Österreich und vielleicht auch in ganz Europa, leichter zu machen mit nachwachsenden Rohstoffen zu bauen?

Andreas Holler: Ein klares Umdenken wie wir als Gesellschaft mit unserer Umwelt umgehen. Das bestehende Wirtschaftsmodell welches auf den Gesetzen von ständig erforderlichem Konsumwachstum und resultierendem Profit aufgebaut ist, muss neu überdacht werden. Das bestehende Wirtschaftsmodell beweist weltweit, dass es nicht funktioniert und uns als Gesellschaft fordert immer neue Umweltbelastungen zu bewältigen. Wir müssen ein neues Wirtschaftsmodell finden.

Es müssen gezielt neue Ausbildungsprogramme entwickelt werden, wo bereits sehr früh gesamtheitliches Denken geschult wird.

Für Bauherren, Planer und ausführende Unternehmen sollte es Steuernachlässe geben, wenn sie sich gezielt und nachweisbar für solche Thematik einsetzen.

Allen anderen, welche aktiv die Umwelt belasten, sollen enorm mehr Steuern bezahlen. Dies nach den Regeln des Verursacherprinzips. Und das gilt für alle, sei es jetzt die Stahlindustrie oder der kleine Bürger.

SonnenKlee: Wie siehst du die zukünftigen Entwicklungen im ökologischen Baustoffbereich und denkst du, dass der Klimawandel ein Umdenken im Baubereich bewirken wird?

Andreas Holler: Die Entwicklungen sind sehr gut. Nicht nur Baustroh entwickelt neue Produkte, sondern auch der Hanfanbau. Die Produktion von Hanfsteinen, Hanfdämmungen und einige Tonprodukte zeigen gute Wachstumspotenziale.

Außerdem ist die Forderung des Endverbrauchers für das gesunde Bauen stark am Wachsen.

Besuch bei SonnenKlee

SonnenKlee: Gibt es vielleicht ein besonderes Projekt im Bereich gesundes und energieeffizientes Bauen, bei dem du mitgewirkt hast und von dem du uns erzählen möchtest?

Andreas Holler: In der Schweiz durfte ich 1978 die erste Sonnenkollektoranlage bauen, die für ein 6-stöckiges Bürohaus konzipiert war. Dieses Gebäude steht inmitten Zürichs Bankenviertel. Auch wurde damals speziell der Warmwasserspeicher im Erdreich unter der Fundamentplatte so gebaut, das man nicht nur ein großes Speichervolumen besaß, sondern auch eine super Dämmung hatte. Man zeigte damit auf, was für eine große Wirkung eine gute Dämmung haben kann. Das Gebäude wurde schon damals mit besseren U-Werten und entsprechendem Dämmmaterial ausgerüstet. Dieses Gebäude bildete dann den Anstoß für viele folgende Neu-/Umbauten mit derselben Planungsphilosophie. Später in Neuseeland durfte ich bei Einfamilienhausbauten und auch kommerziellen Bauten mitwirken.

Generell kann man sagen, dass in allen Projekten immer bereits in der frühen Planungsphase die Grundsatzentscheidung gefällt wurde, gesund und energieeffizient zu bauen. Ich glaube, dass dies der Kernpunkt überhaupt ist für alle solche Infrastrukturprojekte. Diese Grundsteine bilden die Fundamente eines jeden Bauvorhabens. Das ist wirklich entscheidend für das Gelingen solcher Projekte.

Zusammenfassend kann ich sagen, wäre ich damals als junger Heizungsbauer im Jahr 1978 nicht der Idee des energieeffizienten Bauens ausgesetzt gewesen, hätte sich in meinem Leben sicher vieles anders entwickelt. Was ich damit sagen will ist, wie wichtig Ausbildung und der Einfluss gesamtheitlicher Denkweise ist.

SonnenKlee: Was möchtest du unseren Leserinnen sonst noch mitgeben?

Andreas Holler: Wir leben wohl heute in einer sehr dynamischen, schnellen Welt. Der Informationsfluss war nie so groß wie heute. Wir sollten jetzt aber versuchen bei dieser Flut von Daten das essenziell Wichtigste nicht zu vergessen.

Nie aufgeben und alle Planungs- und Aktionsschritte eben offen und transparent diskutieren.

Ich möchte aber hier die Frage in den Raum stellen: Was machen wir Menschen, wenn wir unsere Gesundheit und Umwelt/Lebensraum nicht mehr haben?

Der allgemeine Glaube darf nicht mehr ein Wirtschaftswachstum unter allen Umständen sein.

Ein gesamtheitliches Denken mit dem vollen Verständnis für „jede Aktion mit seinen Wirkungen und Folgen zu betrachten“ muss wieder in das Zentrum unseres menschlichen Bewusstseins rücken.

Lieber Andreas, vielen Dank für das sehr interessante Interview!

Profi Strohbautag bei SonnenKlee

Profi Strohbautag bei SonnenKlee

Sie sind ein Profi im Baubereich – Architekt, Zimmerer, Baumeister oder beschäftigen sich gewerblich mit Dämmung? Dann laden wir Sie gemeinsam mit unseren Partnern Isocell, Gräfix und One straw revolution zu einem informativen Tag über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von zertifiziertem Baustroh als Dämm- bzw. Baustoff.

Wann? Am Freitag, 21.02.2020, 09:00 – 17:00 Uhr

Wo? Bei SonnenKlee in Abetzdorf 2, A-3331 Kematen/Ybbs

Programm:

  • 9:00 Uhr: Begrüßung und Vorstellung SonnenKlee, Martin Matzenberger, Geschäftsführer SonnenKlee GmbH
  • 9:30 Uhr: Vorstellung Plantacell Stroh-Einblasdämmung, Günter Kuttner, Beratung und Anwendungstechnik, Isocell GmbH
  • 10:00 Uhr: Praktische Einblasvorführung mit Plantacell Einblasstroh, Rupert Frauenschuh, Anwendungstechnik Einblasdämmstoffe, Isocell GmbH
  • 11:15 Uhr: Direktverputz von Stroh im Außenbereich mit Pajalith Kalkputz, Martin Kuhnhäuser, Anwendungstechnik, Gräfix – Wolfgang Endress GmbH & Co KG
  • 12:00 Uhr: Mittagessen
  • 13:30 Uhr: Bauen und dämmen mit zertifizierten Baustrohballen – – Theorie und Praxis, Virko Kade, one straw revolution
  • 16:30 Uhr: Besichtigungsmöglichkeit, Musterwände, Infotische, Netzwerken

Information und Anmeldung: bis spätestens 07.02.2020 unter office@sonnenklee.at oder +43 664 2665901

Die Anmeldung kann auch mit dem Formular weiter unten auf dieser Seite vorgenommen werden.

Begrenzte Teilnehmerzahl!

Kosten: € 25,- je Teilnehmer, inklusive Mittagessen im Bachlerhof und Pausengetränke, Bitte bis 07.02.2020 überweisen an IBAN: AT06 3290 6000 0080 9178

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Hausbau und Energiesparen Messe Tulln

Hausbau und Energiesparen Messe Tulln

Von Freitag, den 17. bis Sonntag, den 19. Jänner 2020 sind wir wieder auf der Hausbau und Energiesparen Messe in Tulln!

Wir sind in Halle 10 beim Stand 1055 von ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH zu finden.

Kommen Sie uns besuchen, wir freuen uns schon auf viele interessante Gespräche zum Thema ökologisches Dämmen und gesundes Wohnen ?

Hier noch der Link zur Webseite der Messe Tulln.

Die Bio-Baustroh Ernte 2019

Die Bio-Baustroh Ernte 2019

Die Einbringung der Bio-Strohernte ist derzeit voll im Gange und wir sind unterwegs auf Feldern in Niederösterreich und im Burgenland um die notwendigen Kontrollen für die Baustroh-Zertifizierung durchzuführen. Die Bedingungen sind heuer sehr gut und wir erwarten ausreichende Mengen von Bio-Baustroh mit bester Qualität.

Wir pressen das Stroh größtenteils in Form von großen Quaderballen, um möglichst schlagkräftig ernten und platzsparend einlagern zu können. Aus diesem riesigen Pool an zertifiziertem Baustroh erzeugen wir dann ganzjährig und nach Kundenwunsch unsere Baustrohballen Premium oder verarbeiten es weiter zu Einblasdämmung.